Heritabilität von Christensenellaceae und Methanogenen und ihre Rolle im Metabolismus

Ein mikrobielles Darmkonsortium, das die Adipositas beeinflusst- Unsere Suche bei Zwillingen nach spezifischen Darmmikroben, die auf den Genotyp des Wirtes ansprechen, identifizierte die bakterielle Familie Christensenellaceae als das höchstvererbliche Taxon. Ihre hohe Heritabilität wurde inzwischen in drei unabhängigen Bevölkerungen bestätigt, u.a. in einer Bevölkerung in Korea. Diese Familie bildet den Knotenpunkt für ein Co-Occurence-Netzwerk, welches abbildete welche Mikroben miteinander vorkommen, das die methanogene Archaeenart Methanobrevibacter smithii beinhaltet. Wir stellten fest, dass dieses Konsortium eher in schlanken als in adipösen Testpersonen angereichert ist. Mit Hilfe der Gnotobiotik haben wir bewiesen, dass die Einführung von Christensenella minuta in adipöse Mikrobiome gegen adipogene Auswirkungen in keimfreien Mäusen schützt. Projektleiterin Jill Waters untersucht die molekulare Untermauerung dieser Wirkung und strebt ein besseres Verständnis des Wirtsphänotyps an.

Genomik der archaealen Heritabilität- Das Testen auf vererbbare Mikroben zeigte auch methanogene Archaea auf. Es wird angenommen, dass die Methanbildner des menschlichen Darms die Fermentierungsdynamik durch die Aufnahme von H2 und CO2 und womöglich auch die Produktion von Trimethylamin durch die Verwendung von Methylgruppen beeinflussen. Projektleiter Nick Youngblut leitet die Bestrebungen, die genomische Basis der Heritabilität der Methanogene im menschlichen Darm zu charakterisieren und verwendet dabei einen vergleichenden phylogenetischen Ansatz, um die Beziehung zwischen Säugetieren und Archaea besser zu verstehen.